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		<title>Essen hält Leib und Seele zusammen</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 21:02:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>b0lacha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brazil]]></category>
		<category><![CDATA[People]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon wieder ein Eintrag übers Essen&#8230; aber keine Sorge, ich trainiere hier ja auch noch nebenbei, daher ist die Gefahr nicht so groß, dass ich in Zukunft doppelt so große Abadás (Capoeira-Hosen) brauche. Außerdem habe ich letzte Woche meine letzte Ration an Laktase-Substitution verbraucht, also kann ich sowieso das meiste nicht mehr essen und muss [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=b0lacha.wordpress.com&amp;blog=2530252&amp;post=83&amp;subd=b0lacha&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">Schon wieder ein Eintrag </span><span lang="EN-US">ü</span><span lang="EN-US">bers Essen&#8230; aber keine Sorge, ich trainiere hier ja auch noch nebenbei, daher ist die Gefahr nicht so groß, dass ich in Zukunft doppelt so große <em>Abadás </em>(Capoeira-Hosen) brauche. Außerdem habe ich letzte Woche meine letzte Ration an Laktase-Substitution verbraucht, also kann ich sowieso das meiste nicht mehr essen und muss mich von Früchten, Churrasco und Sushi ernähren&#8230; was für ein hartes Schicksal. In Anbetracht der Tatsache, dass wir mit dem Labor demnächst Pizza essen gehen wohl, ist es natürlich tragisch, aber die Leute hier mögen Pizzaränder auch nicht, ich werde also nicht verhungern.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">Pizza ist hier übrigens auch sehr beliebt, was wohl zu einem großen Teil der italienischen Immigartion geschuldet ist. Allerdings gibt es einige brasilianische Eigenheiten, was die Beläge angeht. Man muss ja nichts zwangsläufig auf jede runde Teigscheibe erstmal Tomatensoße streichen; wenn man einfach nur den Teig nimmt, was spricht dann dagegen, ihn süß zu belegen? Zu den Favoriten (nicht unbedingt meinen) zählen also Banane mit Zimt, Ananas, <em>Goiabada </em>oder auch <em>Brigadeiro</em>. Mittlerweile habe ich es mir abgewöhnt, zu sagen, dass man etwas unmöglich kombinieren könnte. Unglaublich viele Leute hier lieben es, verschiedene kräftige Käsesorten mit süßen Aufstrichen wie etwa <em>doce de leite</em> oder <em>goiabada</em> zu kombinieren. Da man ja nicht lästern soll, bevor man es probiert hat, kann ich ruhigen Gewissens sagen, dass ich lästere, weil ich probiert habe. Mein Fall ist es nicht, was aber auch vielleicht daran liegt, dass ich mit <em>doce de leite</em> beispielsweise nicht viel anfangen kann (von nahezu epileptischen Konvulsionen nach dem Verzehr hatte ich ja bereits berichtet).</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:center;"><img src="http://farm2.static.flickr.com/1164/1481817933_d32e86633e.jpg" alt="Pizza choco" /></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">Der Verlust der Süßigkeiten schmerzt also nicht so furchtbar. Dafür tut es mir aber umso mehr leid, dass ich weder Eis noch vitaminas (Fruchtpüree mit Milch) zu mir nehmen kann, die sind nämlich wirklich lecker. Zudem fällt ja auch alles weg, was mit Käse zubereitet wird, und das ist eine Menge, zum Beispiel pão de queijo oder auch pão de batata, das meist eine Käsefüllung besitzt. Von den Sandwiches fange ich besser nicht an&#8230;</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:center;"><img src="http://www.fabeli.com.br/imgmat/2007/11/06_pao_de_queijo.jpg" alt="pao de queijo" /></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal" style="text-align:center;"><img src="http://img.terra.com.br/i/2002/10/31/23084_in.jpg" alt="pao de batata" /></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">Dafür kann ich in der Mensa ungehindert essen, es gibt nämlich jeden Tag dasselbe (milchlose) Gericht: Reis mit Feijão, wahlweise Fleisch oder Huhn (&#8230; für das, was sich hier Vegetarier schimpft; man kann aber auch Spiegeleier bekommen), eine weitere Beilage, Salat (der hier kräftig gesalzen wird&#8230; man braucht ja auch kein anderes Gewürz) und einen Nachtisch, der entweder aus einem Apfel, einer Orange oder einem Schälchen Götterspeise besteht, welche hier sehr beliebt ist (“Das ist gesund, da sind so viele Proteine drin!”). Sogar die alte Dame, bei der ich wohne, schwört darauf. Es muss ja alles gesund und kalorienarm sein. Sie ist auch fest davon überzeugt, dass Vollkornnudeln weniger Kohlenhydrate enthalten als normale Weizennudeln&#8230; halte nur ich das für völlig unsinnig? Ich kann mir ja vorstellen, dass sie andere Kohlenhydrate enthalten, aber dass sie insgesamt deutlich weniger aufweisen, kann ich mir nicht vorstellen. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">Als ich einen Kuchen fürs Labor gebacken habe, habe ich festgestellt, dass einige Früchte doch schwer zu bekommen sind. Für Donauwellen braucht man nämlich doch einige Kirschen. Zum Glück gibt es ja eine sündhaft teure Ladenkette, Pão de Açucar, in der man wirklich vieles bekommt, wie zum Beispiel teure Importschokolade (eine Tafel Lindt für mindestens 12 R$) oder eben Kirschen. Leider ist der Kuchen nicht so ganz gelungen, weil ich überhaupt nicht davon ausgegangen bin, dass Gasherde anders funktionieren als elektrische (“Ich backe das immer bei 180°C!”). Aber nach ein paar Tagen herumstehen hat er sich ganz gut entwickelt (nein, er hat keine bunten Pilzkulturen angesetzt) und wurde freudig verzehrt. Er war für das Churrasco gedacht, dass es einmal im Jahr im Garten des Professors gibt. Ein sehr hübscher Nachmittag, aber im Nachhinein betrachtet&#8230; ich habe eine Batizado dafür ausfallen lassen, um den üblichen Smalltalk zu betreiben (“Nein, es ist auch in Deutschland warm&#8230; ja, es gibt Strand in Deutschland&#8230; nein, ich hasse Bier und mag auch Fußball nicht sonderlich&#8230; ich habe auch keine Ahnung von Wurst&#8230;”) und mir ganz witzige Leute anzuschauen, die versucht haben, Capoeira nachzuäffen. Es hat vermutlich nicht geholfen, dass ich die vier Nächte vor dem Churrasco nicht schlafen konnte und zudem noch mit einigen Leuten im Labor gestritten hatte. Aber immerhin gab es wieder gutes Essen in Hülle und Fülle. Mein Favorit unter den Getränken war der <em>Maracujaroska</em>, der aus der Maracuja-Schale selbst getrunken wird (Caipirinha = mit Pinga, Caipirroska = mit Wodka, Frucht-roska = andere Früchte als Limone).</span></p>
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<p class="MsoNormal"> </p>
<p><span lang="EN-US">Habe ich erwähnt, dass ich hier bereits vier verschiedene Maracuja-Sorten gefunden habe? Ich muss mir unbedingt dieses sündhaft teure Buch “Frutas brasileiras” zulegen, das furchtbar dick ist und zu jeder Frucht zwei Photos (mit und ohne Schale) und eine einseitige Beschreibung enthält.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:center;"><img class="alignnone aligncenter" src="http://www.colegiosaofrancisco.com.br/alfa/maracuja/imagens/maracuja-12.jpg" alt="maracuja" /></p>
<p class="MsoNormal"> </p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/b0lacha.wordpress.com/83/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/b0lacha.wordpress.com/83/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/b0lacha.wordpress.com/83/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/b0lacha.wordpress.com/83/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/b0lacha.wordpress.com/83/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/b0lacha.wordpress.com/83/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/b0lacha.wordpress.com/83/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/b0lacha.wordpress.com/83/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/b0lacha.wordpress.com/83/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/b0lacha.wordpress.com/83/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/b0lacha.wordpress.com/83/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/b0lacha.wordpress.com/83/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/b0lacha.wordpress.com/83/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/b0lacha.wordpress.com/83/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/b0lacha.wordpress.com/83/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/b0lacha.wordpress.com/83/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=b0lacha.wordpress.com&amp;blog=2530252&amp;post=83&amp;subd=b0lacha&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>A volta do mundo</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jun 2008 17:41:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>b0lacha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn die Roda am letzten Samstag gut war, dann war die Roda am letzten Sonntag einfach nur unglaublich (Hinweis: es geht um den 18.05. &#8230;). Ich bin wirklich froh, dass ich mich trotz Erkältung morgens nach Itapevi geschleppt habe. Itapevi ist eine kleine Stadt direkt vor São Paulo, die man auch eigentlich ganz gut erreichen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=b0lacha.wordpress.com&amp;blog=2530252&amp;post=75&amp;subd=b0lacha&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="text-align:left;"><span lang="EN-US">Wenn die Roda am letzten Samstag gut war, dann war die Roda am letzten Sonntag einfach nur unglaublich (Hinweis: es geht um den 18.05. &#8230;). Ich bin wirklich froh, dass ich mich trotz Erkältung morgens nach Itapevi geschleppt habe. Itapevi ist eine kleine Stadt direkt vor São Paulo, die man auch eigentlich ganz gut erreichen kann, man muss allerdings den Trem nehmen und nicht nur die Metrô. Der wesentliche Unterschied ist, neben der Tatsache, dass man den Trem nach Einbruch der Dunkelheit meiden sollte, dass im Trem ständig Leute herumlaufen, die furchtbare echte Rolex-Uhren, Kaugummi und andere Sachen für ein paar Reais verkaufen wollen. Außerdem ist der Trem deutlich langsamer&#8230; Die Roda fand in einem Park nahe an der Station und natürlich eine Stunde später als angekündigt statt; zum Glück ist das Wetter hier auch wieder besser geworden, das/der Thermometer zeigt sommerliche 30 Grad Celsius an. Fast hätte ich mir dank der Roda einen neuen Sonnenbrand geholt, aber offensichtlich hat sich meine Haut daran gewöhnt, dass von Zeit zu Zeit vermehrte Sonneneinstrahlung zu erwarten ist.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:left;"><span lang="EN-US">Diese Roda war die erste, die ich hier in Brasilien gesehen habe, in der vor allem Angola<sup>1)</sup> gespielt wurde. Es waren nicht nur Capoeiristas von Abadá dabei, sondern auch von anderen Gruppen. Alle haben sich sehr gut verstanden und es gab ein paar wahnsinnig gute Spiele. Beim ersten Angola-Spiel hatte ich ja noch befürchtet, dass das Ganze in Gewaltätigkeiten ausarten könnte. </span><span>Es gibt da nämlich einen Capoeirista (corda roxa-marrom) bei uns, der sehr gern etwas rauer spielt. </span><span lang="EN-US">Vom Format her klassischer Wandschrank (für die Capoeristas: so wie Charm&#8230;) und dazu eisblaue Augen. Er kommt nie zum Training, sondern nur zu den Rodas und wenn er das Spiel kauft, kann man sich eigentlich immer auf gut gezielte und harte Tritte gefasst machen. Jedenfalls hat er Angola mit einem Graduado (corda azul) gespielt und das Spiel gleich mal mit einer völlig ungebremsten Joelhada (Kniestoß) begonnen&#8230; Und so ging es dann auch weiter; der Graduado konnte ja auch schlecht zurückschlagen, dann wäre es wohl vollends ausgeartet. Mit das schlimmste Spiel an dem Tag, aber der Rest war wirklich genial! </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:center;"><a href="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/itapevi-cafuzo-180508-9.jpg"><img class="size-medium wp-image-78 aligncenter" src="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/itapevi-cafuzo-180508-9.jpg?w=300&#038;h=272" alt="" width="300" height="272" /></a></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:center;"><a href="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/itapevi-cafuzo-180508-5.jpg"></a><a href="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/itapevi-cafuzo-180508-17.jpg"></a></p>
<p style="text-align:center;"><img class="alignnone size-medium wp-image-76" src="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/itapevi-cafuzo-180508-17.jpg?w=300&#038;h=241" alt="" width="300" height="241" /></p>
<p style="text-align:center;"><img class="alignnone size-medium wp-image-77" src="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/itapevi-cafuzo-180508-5.jpg?w=300&#038;h=238" alt="" width="300" height="238" /></p>
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<p class="MsoNormal" style="text-align:left;"><span lang="EN-US">An so einem schönen Tag gab es dann auch entsprechend viel Publikum; die Energia in der Roda war super und die Roda dauerte auch viel länger als ursprünglich angekündigt. Ich nehme mal stark an, dass Cafuzo, der die Roda organisiert hatte, jetzt einige Schüler mehr hat. Für uns war es das pure Vergnügen und die Freude stand allen ins Gesicht geschrieben!</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:center;"><a href="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/roda-itapevi.jpg"><img class="size-medium wp-image-79" src="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/roda-itapevi.jpg?w=300&#038;h=224" alt="" width="300" height="224" /></a></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:left;"><span lang="EN-US">Auch das Herumlungern nach der Roda hat sich noch gelohnt, auch wenn es immer wahnsinnig lange dauert, bis Capoeiristas es endlich schaffen, einen Fuß vor den anderen zu setzen (“Ach, Bea, warte noch, ich weiß, dass sie gesagt haben, dass sie jetzt losgehen wollen, aber&#8230; sagen wir mal in einer halben Stunde&#8230;”), denn ich bin mit Flecha danach zum Strand (Santos/Praia Grande) gefahren, um bei Papagaio zu trainieren. Dank des Verkehrs und des plötzlich einsetzenden Nebels (innerhalb von einer Minute hatte man kaum noch zwei Meter Sichtweite&#8230; hat mich ans Tauchen in gewissen Schlammseen erinnert) sind wir natürlich ungefähr zwei Stunden zu spät angekommen. Mittlerweile habe ich mich aber auch daran gewöhnt; man kommt eben nicht zu einer bestimmten Zeit oder mit einer gewissen Verspätung an, sondern man kommt an. Oder wie Flecha es so hübsch ausdrückte: “Ich bin nicht zu spät, ich komme immer dann an, wann ich ankommen will!” (Ich habe ihn etwas später gefragt, ob er jetzt absichtlich Gandalf zitiert habe&#8230;. er hat )</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:left;"><span lang="EN-US">Zum Trainieren am Strand sind wir dann nicht mehr gekommen und auch den versporchenen Jongo-Unterricht gab es nicht, dafür aber sehr gutes São Bento<sup>2)</sup>-Training in einer Akademie. Dort gibt es keine Beleuchtung, was anfangs irgendwie lustig, später nur noch gefährlich war, also haben wir Flechas Auto in die Akademie gestellt und im Schweinwerferlicht gespielt. Leider war meine Kamera zu schlecht, die großartige Atmosphäre einzufangen&#8230;</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:center;"> </p>
<p class="MsoNormal"><span>Nach dem Abendessen wollten wir eigentlich nur gemütlich nach Hause fahren, kamen aber einer Roda einer anderen Gruppe vorbei und nachdem wir dann anhalten mussten (“Flecha, halt an, halt an, das ist er!!”), sind wir dann zu dritt zur Roda gegangen. </span><span lang="EN-US">Ich rechne mich ja jetzt persönlich nicht zur Bedrohung hinzu, aber die Uniform hat vielleicht auch geholfen. Ein Mädchen hat richtig große Augen bekommen (und das sicher nicht vor Freude), besonders als die Jungs sich ein bisschen aufgewärmt haben. Die Graduados der Gruppe haben sich alle an die Instrumente verzogen, den Toque (Rhythmus) von São Bento auf Benguela<sup>3)</sup> geändert, die Kamera abgestellt und die Kinder in die Roda geschickt. Gespielt hat dann keiner von uns&#8230; im Nachhinein hat sich herausgestellt, das es da noch eine offene Rechnung gab, da einer der Anwesenden sich früher einmal mit Papagaio in der Roda angelegt und danach öffentlich sehr schlecht von ihm gesprochen hatte. Jetzt hat er offensichtlich eine gewisse Angst vor der Revanche&#8230;</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">Hier folgen jetzt ganz kurze Erklärungen zu den einzelnen Toques im Capoeira, da sie vermutlich auch noch häufiger erwähnt werden. Alle Capoeiristas bitte ich, mir nicht den Kopf abzureißen, wenn sie die Erklärungen lesen und sie für ungenügend/oberflächlich/falsch befinden. Ich habe einfach aus dem “Informativo ABADÁ”, das von Peixe Cru und Pernilongo vor den Jogos Paulistas veröffentlicht wurde, die Beschreibungen der einzelnen Spieltypen übersetzt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"><strong>1) Angola:</strong><span> </span>Heimtückisches und bösartiges Spiel, manchmal die gefährlichste Spielart. Ein als Spielerei getarnter Kampf. Mit langsamem Rhythmus, geleitet von Ladainhas (Klagegesängen). Fordert vom Capoeirista, der gleich seinem Gegner mal klein, mal groß zu sein versucht, besonders guten körperlichen Ausdruck.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"><strong>2) São Bento Grande:</strong><span> </span>Schnelles und energetisches Spiel. Erfordert schnelle Reflexe und zielgerichtete Bewegungen. Reich an fließendem Spiel, Kreativität und Improvisation. Ähnelt am ehesten einem Kampf. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"><strong>3) Benguela:</strong><span> </span>Stärker an den Rhythmus gebundenes und ausdrucksstärkeres Spiel. Charakteristisch sind Tritte, die tückischerweise abgebrochen werden. Erfordert Geschick bei Bewegungen am Boden (mit Händen oder dem Kopf). Spiel mit viel Ginga (charakteristische Wiegebewegung im Capoeira) und fließenden Bewegungen.</span></p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/b0lacha.wordpress.com/75/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/b0lacha.wordpress.com/75/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/b0lacha.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/b0lacha.wordpress.com/75/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/b0lacha.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/b0lacha.wordpress.com/75/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/b0lacha.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/b0lacha.wordpress.com/75/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/b0lacha.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/b0lacha.wordpress.com/75/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/b0lacha.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/b0lacha.wordpress.com/75/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/b0lacha.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/b0lacha.wordpress.com/75/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/b0lacha.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/b0lacha.wordpress.com/75/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=b0lacha.wordpress.com&amp;blog=2530252&amp;post=75&amp;subd=b0lacha&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Brasilianer</title>
		<link>http://b0lacha.wordpress.com/2008/06/02/brasilianer/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Jun 2008 18:25:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>b0lacha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brazil]]></category>
		<category><![CDATA[People]]></category>

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		<description><![CDATA[“Der Brasilianer ist ein Mensch, der viel lacht und sich sehr offen zeigt; allerdings wird er sich in Zurückhaltung üben, wenn man seine Hilfe wirklich benötigt. Der Deutsche ist kalt und abweisend, man kann sich aber auf ihn verlassen.” So war die Beschreibung eines Brasilianers im Labor nebenan&#8230; wenige Leute glauben wirklich an Stereotypen, aber [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=b0lacha.wordpress.com&amp;blog=2530252&amp;post=80&amp;subd=b0lacha&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p class="MsoNormal"><em><span lang="EN-US">“Der Brasilianer ist ein Mensch, der viel lacht und sich sehr offen zeigt; allerdings wird er sich in Zurückhaltung üben, wenn man seine Hilfe wirklich benötigt. Der Deutsche ist kalt und abweisend, man kann sich aber auf ihn verlassen.”</span></em></p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">So war die Beschreibung eines Brasilianers im Labor nebenan&#8230; wenige Leute glauben wirklich an Stereotypen, aber den ein oder anderen Unterschied gibt es wohl doch zwischen den einzelnen Kulturen und ich werde mir im Folgenden die einige Aussage dazu erlauben. Tatsächlich sind hier die meisten Leute offener als in Deutschland und sicher auch fröhlicher im Auftreten, es gibt aber auch Ausnahmen, gerade hier in São Paulo, wo die Leute weniger gastfreundlich sind als etwa in Salvador.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">Über die allerorts erwähnte nichtvorhandene Pünktlichkeit möchte ich zuerst ein paar Worte verlieren. Zunächst einmal ist es in São Paulo wirklich schwierig, rechtzeitig irgendwo anzukommen, wenn man den Verkehr in Betracht zieht. Es ist wirklich gut möglich, dass man von einem Stadtteil zum nächsten drei Stunden im Stau steht (eigene Erfahrung). Die einzige Möglichkeit, das zu umgehen, sind wohl Motorräder (jedem sollte jetzt so eine filmreife Szene in den Sinn kommen, in der sich der Motorradfahrer in halsbrecherischer Geschwindigkeit im Zentimeter-Abstand zwischen den Autos durchschlängelt). Trotzdem kann man im Allgemeinen ganz gut abschätzen, wie der Verkehr zu bestimmten Zeiten sein wird&#8230; und die Unterschiede zwischen den Nationen werden ja auch manchmal direkt ausgesprochen: “Also, wir treffen uns um halb drei. </span><span>Für Deutsche: um vier.”</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">Was mir noch auffällt, sind natürlich die Ausdrucksweisen der Männer hier. Aber ja, ich gewöhne mich daran, dass eine Autohupe durchaus als Kompliment aufzufassen ist, genauso wie der pointierte und lang anhaltende Blick in die Schrittgegend. Ich habe mich darüber aufklären lassen, dass das ja der schönste Teil am weiblichen Körper sei: Die schmale Hautregion, die zwischen der tief auf der Hüfte sitzenden Hose und dem knappen Top aufblitzt. Ich verteile also immer weniger gedankliche Tritte in Nasenhöhe und übe mich im Ignorieren. Außerdem schlug mit blankes Entsetzen von weiblicher Seite entgegen, als ich erzählte, dass diese Blicke und auch das Hinterherrufen/-pfeifen in Deutschland durchaus nicht üblich seien. Vermutlich fühlen sich Brasilianerinnen in Deutschland sehr hässlich.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">Öffentlich ausgetauschte Zärtlichkeiten entsprechen im Deutschen eher dem mit Hingabe ausgeführten Vorspiel im heimischen Bett. Da fühle ich mich richtig verklemmt; aber ganz ehrlich, ich würde nicht gern auf der Treppe eines Ladens in der Dämmerung Aktivitäten frönen, die dem Inhalt eines Softpornos gleichkommen. Offensichtlich sind sich die Brasilianer auch der Probleme bewusst, die dadurch entstehen können (“Natürlich haben wir Probleme mit sexuell übertragbaren Krankheiten; wir sind ja auch sehr promisk!”). Selbstverständlich gilt das nicht für alle Leute hier, aber der eher offene Umgang mit Sex und Sexualität ist schon sehr augenfällig.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">Aber es existieren auch noch andere Hobbies im Leben des Brasilianers: MSN und Orkut beispielsweise, die jeden Tag stundenlang genutzt werden. Deswegen ist zum Beispiel auch Orkut an den Rechnern der Universität gesperrt, während etwa Youtube und andere “Freizeit”-Seiten ohne Probleme genutzt werden könnten. Vermutlich hat jemand den durch Orkut verursachten massiven Einbruch der nationalen Produktivität errechnet. Entsprechend viele Hits bekommt man bei Google auch bei der Suche nach “Orkut am Arbeitsplatz” oder ähnlichem. Da ich nur in der Universität kostenlosen Internetzugang habe, mache ich davon natürlich stark Gebrauch. Leider gibt es hier im Haus keine ungeschützten WLAN-Netzwerke. Ach, was war Salvador doch in der Hinsicht für ein Luxus&#8230;</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">Im Allgemeinen sind hier Markenartikel sehr beliebt, vor allem, was Schuhe, Kleidung und technische Geräte angeht. Originale sind hier auch in Euro umgerechnet viel teurer als beispielsweise in Deutschland; wenn man in Betracht zieht, was ein Angestellter hier monatlich verdient, sind das wirklich stattliche Preise. Eine Hilfe gibt es aber: man kann fast alles hier in Raten bezahlen. Der Turnschuh von Nike kostet dann also 5x 69,90 R$. Außerdem gibt es viele Outlet-Stores; einer in São Paulo ist im ganzen Land bekannt und es gibt wohl Busverbindungen dorthin von allen möglichen Orten in Brasilien aus; da wird dann ein Einkaufstag von einem Veranstalter organisiert&#8230; Und selbstverständlich gibt es an allen Ecken und Enden “ganz echte Diesel-Taschen” für sehr viel weniger Geld als im Laden. Auch Geräte werden gern gefälscht. Mein persönlicher Favorit ist ja der iPod-förmige MP3-Player mit Sony-Schriftzug&#8230; </span></p>
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		<title>Capoeira, Capoeira über alles&#8230;</title>
		<link>http://b0lacha.wordpress.com/2008/06/01/capoeira-capoeira-uber-alles/</link>
		<comments>http://b0lacha.wordpress.com/2008/06/01/capoeira-capoeira-uber-alles/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 Jun 2008 18:53:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>b0lacha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Capoeira]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem ich es nun endlich auch geschafft habe, mich zu erkälten, weil alle anderen ja darauf bestehen, trotz laufender Nase und hohen Fiebers ins Labor und ins Training zu kommen, sitze ich in Decken gewickelt auf dem Bett und schreibe weiter am Blog. Natürlich werde ich den Teufelskreis nicht durchbrechen und zu Hause bleiben; morgen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=b0lacha.wordpress.com&amp;blog=2530252&amp;post=68&amp;subd=b0lacha&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><span>Nachdem ich es nun endlich auch geschafft habe, mich zu erkälten, weil alle anderen ja darauf bestehen, trotz laufender Nase und hohen Fiebers ins Labor und ins Training zu kommen, sitze ich in Decken gewickelt auf dem Bett und schreibe weiter am Blog. Natürlich werde ich den Teufelskreis nicht durchbrechen und zu Hause bleiben; morgen früh ist eine Roda etwas außerhalb von São Paulo, die ich hoffentlich finden werde. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Ehrlich gesagt bin ich ja froh, dass ich schon einen Apelido habe. Hier haben es sich einige Leute angewöhnt, mich “Paulista/na” zu rufen, weil ich es tatsächlich schaffe, zu den “unmöglichsten Orten” zu finden, um zu trainieren oder bei den Rodas mitzumachen. Ich weiß ja nicht, aber so schwer ist es auch nicht, zwei- oder dreimal das Verkehrsmittel zu wechseln&#8230; gut, ich muss ja zugeben, dass ich nie ohne Schwierigkeiten angekommen bin. Einmal ist die Bustüre auf der Strecke kaputtgegangen (sie ließ sich nicht mehr schließen) und ansonsten nehme ich alle Gleisbauarbeiten und Schienenersatzverkehre mit, die es in der Stadt gibt. Jedenfalls finden das gewisse Graduados furchtbar unterhaltsam (“Das ist Bolacha aus Deutschland! Gib ihr einen Zettel mit einer Adresse und einer Uhrzeit und sie kommt hin! Hey, da könnten wir uns ja lustige Spiele ausdenken&#8230; hast du Samstag schon etwas vor, Bolacha?”).</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Peixe ist jetzt auch wieder zurück und scheint trotz 12-stündiger Zeitverschiebung eigentlich ganz gut gelaunt zu sein. Am Freitag Abend gab es die erste große Roda. Und ich hatte mich geirrt: Es ist nicht etwa so, dass der Nachbar es erlaubt, einmal in der Woche eine Roda am Trainingsort zu veranstalten, nein, wir müssen die sechsspurige Straße überqueren, um auf absolut fuß- und schuhfeindlichem Rau-Asphalt zu spielen. Aber die meisten haben ja ihre schützende Hornhautschicht ordentlich aufgebaut in den letzten Jahren. Die Roda war sehr gut und zum Ende hin auch sehr hitzig (leicht untertrieben). </span></p>
<p style="text-align:center;"><img class="size-medium wp-image-69" src="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/roda-160508-5.jpg?w=300&#038;h=224" alt="" width="300" height="224" /></p>
<p class="MsoNormal"><span>Rührend war danach noch die Erklärung eines Graduados (Corda Roxa), der sich für sein schlechtes Spiel entschuldigt hat. Er hatte verletzungsbedingt einige Jahre nicht trainieren können und auch noch das Pech gehabt, dass er jedesmal, wenn er wieder angefangen hat, sich bei der ersten Roda, in der er wieder gespielt hat, so verletzt hat, dass er wieder monate-/jahrelang aussetzen musste. Diese Roda sei die erste, in der er sich seit Jahren nicht verletzt habe und er sei so glücklich, wieder trainieren zu können&#8230;</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Für uns ist und bleibt also Capoeira (mit) die wichtigste Sache im Leben&#8230; aber wie reagieren hier andere Leute auf Capoeira? In Salvador ist Capoeira viel gegenwärtiger als hier. Das mussten auch zwei Touristen erfahren, die sich die Füße wundliefen auf der Suche nach Rodas hier in São Paulo. Sie haben dann zufällig von der Roda am Freitag Abend erfahren und auch zugesehen. Ich durfte mich dann noch ein bisschen mit ihnen unterhalten (“Oi Bolacha, du kannst doch sicher Englisch, erklär mal&#8230;!”). Von ausländischer Seite ist also jedenfalls ein großes Interesse vorhanden.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Im Labor sind die Meinungen sehr gespalten; einige haben es schon ausprobiert, anderen gefällt es gar nicht, weil sie Brasilien lieber durch anderes im Ausland repräsentiert sehen würden. Das sind dann auch die Leute, die Karneval und Samba nichts abgewinnen können&#8230; nach der hirnlosen Aussage des Medizinprofessors aus Bahia wurde auch hier ein paar Tage lang über die Berimbau diskutiert und darüber, ob es denn wirklich schwer sei, sie spielen zu lernen&#8230; </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Und sonst? Ich treffe oft Capoeiristas von anderen Gruppen, man grüßt sich, reicht sich die Hand, wechselt ein paar Worte und wünscht sich einen guten Tag (oder ein gutes Training). Anfeindungen gab es noch nie.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Mein Favorit sind ja immer noch die Männer in den lanchonetes (Sandwich-Bars), die mir, wenn ich am Wochenende morgens in Uniform zum Training gehe, Dinge hinterschreien, die keinerlei Übersetzung bedürfen: “Oiiiiii! Mulheeeeeer! Capoeiraaaaa!” Nunja, was soll man dazu sagen? Soll ich sie jetzt zu ihrer überragenden Intelligenz beglückwünschen, die sie dazu befähigt, mir a) das richtige Geschlecht und b) den richtigen Sport zuzuordnen?</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Dann war da noch der alte Mann, den ich direkt vor dem Training getroffen habe. Er sprach mich ganz höflich und leise an und fragte, ob ich auch wirklich zur Gruppe Abadá gehöre. Als ich bejahte, hat er meine Hand in seine beiden genommen, beteuert, wie sehr er Abadá respektiere, mir tief in die Augen geblickt, sich dreimal sehr tief verbeugt und mir dann ein gutes Training gewünscht. Ich bin mir bis heute nicht sicher, ob er mich veralbern wollte oder ob das tatsächlich sein Ernst war&#8230;</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Am Samstag gab es eine Roda im Parque Villa Lobos. Der Park ist auch sehr schön, mit etwas mehr Sonne und etwas weniger Wolkendecke würde es sich sicher lohnen, einige Zeit hier zu verbringen. Von der Jongo-Übung nach der Roda habe ich als rhythmisch geschädigter Mensch nicht ganz so viel mitgenommen, aber schon allein wegen der Roda hat es sich gelohnt, auch diesen Samstag wieder früh aufzustehen!</span></p>
<p style="text-align:center;"><img class="size-medium wp-image-70" src="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/parque-villa-lobos-170508-5.jpg?w=300&#038;h=224" alt="" width="300" height="224" /></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:center;"><a href="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/mulata-amizade-bolacha-energia.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-71 aligncenter" src="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/mulata-amizade-bolacha-energia.jpg?w=300&#038;h=224" alt="" width="300" height="224" /></a></p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/b0lacha.wordpress.com/68/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/b0lacha.wordpress.com/68/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/b0lacha.wordpress.com/68/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/b0lacha.wordpress.com/68/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/b0lacha.wordpress.com/68/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/b0lacha.wordpress.com/68/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/b0lacha.wordpress.com/68/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/b0lacha.wordpress.com/68/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/b0lacha.wordpress.com/68/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/b0lacha.wordpress.com/68/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/b0lacha.wordpress.com/68/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/b0lacha.wordpress.com/68/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/b0lacha.wordpress.com/68/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/b0lacha.wordpress.com/68/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/b0lacha.wordpress.com/68/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/b0lacha.wordpress.com/68/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=b0lacha.wordpress.com&amp;blog=2530252&amp;post=68&amp;subd=b0lacha&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Labor &amp; Leute</title>
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		<pubDate>Wed, 28 May 2008 17:01:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>b0lacha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Labor]]></category>

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		<description><![CDATA[Natürlich gibt es in meinem Leben auch noch Ereignisse, die nicht mit dem Capoeira zusammenhängen. Ich muss mich nur etwas mehr anstrengen, um auch darüber zu schreiben&#8230; Mit den Leuten im Labor verstehe ich mich sehr gut, sie sind nämlich zu großen Teilen auch verrückt und laut. Da habe ich ziemliches Glück gehabt; ich habe [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=b0lacha.wordpress.com&amp;blog=2530252&amp;post=72&amp;subd=b0lacha&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">Natürlich gibt es in meinem Leben auch noch Ereignisse, die nicht mit dem Capoeira zusammenhängen. Ich muss mich nur etwas mehr anstrengen, um auch darüber zu schreiben&#8230; Mit den Leuten im Labor verstehe ich mich sehr gut, sie sind nämlich zu großen Teilen auch verrückt und laut. Da habe ich ziemliches Glück gehabt; ich habe auch schon Eichhörnchenposen eingenommen und es war gar kein Problem. Die Wissenschaftler hier stoßen Affenlaute hervor, um sich kraulen zu lassen&#8230; ihr seht, ich passe sehr gut ins Bild. Ich frage mich, wie sich Leute verhalten, die den ganzen Tag mit C. elegans (Rundwurm) arbeiten müssen. Vielleicht rollen sie sich ja auch über den Boden&#8230;</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">Ich habe mir jetzt eine Arbeit zugeteilt, die mich ungefähr drei Tage in der Woche voll beschäftigen wird und die auch sinnvoll zu sein scheint, denn in Deutschland werde ich so nicht arbeiten können. Wir arbeiten mit den bereits erwähnten Weißbüscheläffchen und auch dem schwarzbebüschelten Pendant. Die Jungtiere auf dem Photo sind auch durchaus in der Lage, schon zuzubeißen&#8230;</span></p>
<p style="text-align:center;"><img class="size-medium wp-image-73" src="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/sanguis-bebezinho.jpg?w=300&#038;h=224" alt="" width="300" height="224" /></p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/bea-sanguis.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-74" src="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/bea-sanguis.jpg?w=300&#038;h=224" alt="" width="300" height="224" /></a></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US">Jetzt habe ich also endlich auch etwas mehr von der Arbeit zu erzählen- zumindest theoretisch. Ich belasse es dabei, dass sich meine Arbeitssituation verbessert hat, ich also etwas zu tun habe. Wer mehr wissen möchte, kann mich gern direkt fragen.</span></p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/b0lacha.wordpress.com/72/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/b0lacha.wordpress.com/72/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/b0lacha.wordpress.com/72/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/b0lacha.wordpress.com/72/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/b0lacha.wordpress.com/72/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/b0lacha.wordpress.com/72/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/b0lacha.wordpress.com/72/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/b0lacha.wordpress.com/72/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/b0lacha.wordpress.com/72/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/b0lacha.wordpress.com/72/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/b0lacha.wordpress.com/72/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/b0lacha.wordpress.com/72/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/b0lacha.wordpress.com/72/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/b0lacha.wordpress.com/72/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/b0lacha.wordpress.com/72/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/b0lacha.wordpress.com/72/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=b0lacha.wordpress.com&amp;blog=2530252&amp;post=72&amp;subd=b0lacha&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Die Welt wäre nochmal so schwer, wenn da nicht Capoeira wär&#8230;</title>
		<link>http://b0lacha.wordpress.com/2008/05/24/die-welt-ware-nochmal-so-schwer-wenn-da-nicht-capoeira-war/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 May 2008 16:37:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>b0lacha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Capoeira]]></category>
		<category><![CDATA[General]]></category>
		<category><![CDATA[Sampa]]></category>

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		<description><![CDATA[Virtuelle Kekse gehen an alle, die für das positive Ereignis am ersten Montag in Richtung Capoeira getippt haben. An sich war ich ja schon am Vormittag in Bezug aufs Labor am Verzweifeln (“Eigentlich haben wir ja gar keinen Platz, aber du kannst ja den anderen beim Experimentieren zusehen&#8230;”). Nun gibt es ja kaum etwas Stumpfsinnigeres [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=b0lacha.wordpress.com&amp;blog=2530252&amp;post=43&amp;subd=b0lacha&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;text-align:left;"><span>Virtuelle Kekse gehen an alle, die für das positive Ereignis am ersten Montag in Richtung Capoeira getippt haben. An sich war ich ja schon am Vormittag in Bezug aufs Labor am Verzweifeln (“Eigentlich haben wir ja gar keinen Platz, aber du kannst ja den anderen beim Experimentieren zusehen&#8230;”). Nun gibt es ja kaum etwas Stumpfsinnigeres als dabei zuzusehen, wie unsichtbare RNA-Pellets in RNAse-inhibierende Lösung resuspendiert werden; wenn es zu etwas geführt hat, dann nur dazu, dass ich molekularbiologische Arbeitsmethoden noch langweiliger finde als ich es als untypischer Heidelberger Biologe sowieso schon tue. Vom Trainieren hatte ich mich auch bereits so gut wie verabschiedet, weil die Akademie in Butantã nun doch ziemlich weit weg und auch nicht in der besten Gegend liegt. Im Labor gab’s dann auch irgendwann nur noch Kopfschütteln, weil ich ja vehement darauf beharren musste, dass das Training für mich so absolut notwendig ist. Ehrlich gesagt hatte ich einfach befürchtet, dass ich dann vier Monate völlig sinnlos in São Paulo herumsitzen muss, ohne Arbeit im Labor und ohne Training (&#8230; meine persönliche Hölle&#8230;). Und der Vorwurf, mir gehe es nur ums Capoeira, ist insofern natürlich berechtigt&#8230; wenn ich die Auswahl zwischen “im Internet surfen/anderen beim Pipettieren zusehen” und Capoeira habe&#8230; welche Auswahl? Während ich also vor mich hinbrütete, klingelte tatsächlich mein Handy und ich fühlte den Klischee-Sonnenstrahl aus der dunklen Wolke auf mein Haupt niederstrahlen, als sich herausstellte, dass es Falamansa war, der mich zum Training abholen wollte. Ich muss ja sagen, dass ich bei dem Wort “Abholen” instinktiv an ein Motorrad gedacht hatte, aber so eine tolle Fahrt hatte ich mir nicht vorgestellt&#8230; schade, dass er ganz woanders wohnt und ich deswegen nicht öfter mitfahren kann. Vielleicht sollte ich doch mal einen Motorradführerschein machen&#8230;</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;text-align:left;"><span>Was nun das Training angeht: Es ist wohl genug zu sagen, dass ich seitdem jeden Tag dort war. Und es ist so wahnsinnig toll! Dabei ist Mestrando Peixe Cru noch gar nicht aus Japan zurück; die Graduados geben aber auch gutes Training. Wobei die erste Woche vergleichsweise harmlos war; erst jetzt komme ich in den Genuss, jeden einzelnen Tag die verdammten Steigungen zu verfluchen, die ich zum Labor und nach Hause zu bewältigen habe. Zum Glück stoppt dabei niemand die Zeit; ich glaube, ich bin signifikant langsamer als in der ersten Woche.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;text-align:center;"><a href="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/ladeira.jpg"><img class="size-medium wp-image-44" src="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/ladeira.jpg?w=300&#038;h=224" alt="" width="300" height="224" /></a></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;text-align:left;"><span>Trainiert wird unter der Woche jeden Tag, dabei gibt es Dienstag und Donnerstag ein Training, Montag und Mittwoch zwei (zuerst ein Anfänger-, dann ein Fortgeschrittenentraining; man darf aber auch beide mitmachen, egal, ob man Graduado ist oder nicht). Freitags ist Roda; bisher habe ich noch keine Roda gesehen, weil am ersten Freitag Abend das Labor eine Art Willkommensparty für mich gegeben hat. Das war in diesem Fall Rodizio de Sushi (all you can eat für weniger als 10 Euro&#8230;). Ich habe mich also ganz gut über die verlorene Roda hinweggetrösten können. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;text-align:center;"><a href="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/100_0743.jpg"><img class="size-medium wp-image-45" src="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/100_0743.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;text-align:left;"><span>Leider gibt es Rodas nur am Freitag, nach dem regulären Training spielen wir allenfalls in einer Roda Seca (ohne Instrumente). Was ich für eine Trainingsmethode gehalten habe, ist eigentlich der Beschwerde eines einzelnen Anwohners zuzuschreiben, dem die Instrumente zu laut sind. Habe ich bereits angemerkt, dass es sich beim Trainingsort um den Sportplatz der Feuerwehr handelt, der an einer sechsspurigen Straße liegt? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;text-align:left;"><span>Dieser Ort liegt im Übrigen viel günstiger als Butantã, wo nur am Wochenende Training für die Graduados stattfindet. Trainiert wird in der Nähe der Metrô-Station Santana, ich habe also gar keine Probleme, jeden Tag zum Training zu gehen. Für berührungsempfindliche Menschen ist aber die Metrô wohl auch nicht unbedingt ein Vergnügen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;text-align:center;"><a href="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/metro.jpg"><img class="size-medium wp-image-46" src="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/metro.jpg?w=300&#038;h=224" alt="" width="300" height="224" /></a></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;text-align:left;"><span>Auch wenn es letzendlich also vor allem dem Capoeira geschuldet ist: Ich bin im Moment in São Paulo sehr glücklich. Ja, es gibt viel (Umwelt)Verschmutzung und zu den Hauptverkehrszeiten werden die Lungen zu besseren Oktanzählern, aber alles in allem gefällt mir die Stadt sehr gut. Und manche Stadtansichten sind einfach nur schön!</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;text-align:center;"><a href="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/ingreja.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-67 aligncenter" src="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/ingreja.jpg?w=300&#038;h=224" alt="" width="300" height="224" /></a></p>
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<p><a href="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/encima.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-66 alignleft" style="float:left;" src="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/encima.jpg?w=224&#038;h=300" alt="" width="224" height="300" /></a></p>
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<p class="MsoNormal" style="text-align:center;"><a href="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/velho-e-novo.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-64 alignright" style="float:right;" src="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/velho-e-novo.jpg?w=224&#038;h=300" alt="" width="224" height="300" /></a></p>
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<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/b0lacha.wordpress.com/43/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/b0lacha.wordpress.com/43/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/b0lacha.wordpress.com/43/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/b0lacha.wordpress.com/43/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/b0lacha.wordpress.com/43/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/b0lacha.wordpress.com/43/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/b0lacha.wordpress.com/43/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/b0lacha.wordpress.com/43/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/b0lacha.wordpress.com/43/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/b0lacha.wordpress.com/43/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/b0lacha.wordpress.com/43/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/b0lacha.wordpress.com/43/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/b0lacha.wordpress.com/43/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/b0lacha.wordpress.com/43/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/b0lacha.wordpress.com/43/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/b0lacha.wordpress.com/43/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=b0lacha.wordpress.com&amp;blog=2530252&amp;post=43&amp;subd=b0lacha&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Arbeit im Labor?</title>
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		<pubDate>Fri, 23 May 2008 16:39:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>b0lacha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brazil]]></category>
		<category><![CDATA[Labor]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich muss sagen, dass ich mich das erste Wochenende in São Paulo überhaupt nicht wohl gefühlt habe. Genauer gesagt, die ersten zweieinhalb Tage. Virtuelle Kekse für alle, die erraten, was Montag Mittag passiert ist&#8230;! Im Labor bin ich die meiste Zeit damit beschäftigt, den anderen den Sauerstoff wegzuatmen und einen der heißbegehrten Stühle vor den [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=b0lacha.wordpress.com&amp;blog=2530252&amp;post=32&amp;subd=b0lacha&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;"><span>Ich muss sagen, dass ich mich das erste Wochenende in São Paulo überhaupt nicht wohl gefühlt habe. Genauer gesagt, die ersten zweieinhalb Tage. Virtuelle Kekse für alle, die erraten, was Montag Mittag passiert ist&#8230;!</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;"><span>Im Labor bin ich die meiste Zeit damit beschäftigt, den anderen den Sauerstoff wegzuatmen und einen der heißbegehrten Stühle vor den internetfähigen Computern zu besetzen. Da ich bei Senhora Margarida natürlich kein Internet habe, ist mir das gerade recht (auch, wenn ich Orkut nicht benutzen kann, weil die Seite aus wirtschaftlichen Gründen an der Universität gesperrt ist). Mittlerweile habe ich auch erstmal aufgehört, nach Arbeit zu fragen. Es ist ja auch nicht unbedingt so spannend, anderen beim Durchführen von Experimenten zuzusehen, und Platz gibt es so oder so keinen. Von der Idee, dass sich gewisse Professoren zuvor Gedanken über den Sinn der ganzen Sachen gemacht haben, habe ich mich schon längst verabschiedet. Die Laborbelegschaft hat mir versichert, dass es ab Juni mehr Platz und mehr zu tun gibt, nachdem der Umzug durchgeführt wurde. Allerdings hat der Professor wörtlich gesagt, er hoffe, dass der Umzug Anfang Juni sei. Unter Berücksichtigung der üblichen Verspätungszeiten in Brasilien habe ich also bis Goiânia nichts zu tun.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;"><span>Dafür gibt es am Institut für Biologie, das 30 min zu Fuß entfernt ist, die Möglichkeit, mit Affen zu arbeiten. Und ja, es handelt sich um dieselbe Spezies, die in Salvador frei herumspringt, und die ich dort noch beobachten (und photographieren) konnte.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;text-align:center;"><a href="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/macaquinho-2.jpg"><img class="size-medium wp-image-40" src="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/macaquinho-2.jpg?w=300&#038;h=224" alt="" width="300" height="224" /></a></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;text-align:center;"><a href="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/macaquinho-61.jpg"><img class="size-medium wp-image-42" src="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/macaquinho-61.jpg?w=300&#038;h=224" alt="" width="300" height="224" /></a></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;"><span>Mit den Affen kann man aber nur drei Tage in der Woche arbeiten, also stelle ich mich mal auf viel Freizeit ein, was mir ehrlich gesagt, sehr entgegenkommt. Auch, wenn böse Zungen im Labor schon behaupten, dass mir das Capoeira viel wichtiger zu sein scheint. Aber wenn es im Labor für mich sowieso nichts zu tun gibt, warum soll ich zwölf Stunden pro Tag dort herumsitzen? So interessant ist das Internet auch wieder nicht (das Lesen wissenschaftlicher Artikel übrigens auch nicht). Aber mal abwarten, vielleicht freue ich mich ja auch zu früh. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;"><span>Es gibt hier auch noch mehr interessante Tiere als die Büscheläffchen. Jo zum Beispiel, der Hund der Sekretärin. Er ist ein Golden Retriever und ausgewiesener Krankenhaushund, was bedeutet, dass er eine ID-Karte mitsamt seinem Konterfei und seinem Pfotenabdruck um den Hals trägt (die brasilianischen IDs zeigen neben dem Photo auch den Daumenabdruck). So darf Jo ins Krankenhaus und spielt zusammen mit fünf anderen Hunden mit schwerkranken Kindern. Natürlich liebt die gesamte Belegschaft den goldbefellten Wonneproppen&#8230; und der lässt sich die Streicheleinheiten sehr gefallen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;"><span>Außerdem ist da noch Xico. Xico ist ebenfalls ein Affe und lebt im biologischen Institut. Er ist dort abgegeben worden, nachdem er 30 Jahre in Gefangenschaft bei Menschen (genauer gesagt: seinem Frauchen) gelebt hat. Deswegen kann er auch weder ausgewildert noch im Zoo untergebracht werden (er ist die Anwesenheit von Artgenossen nicht gewöhnt und kann sich auch sein Futter nicht selbst besorgen). Männern steht er durchaus misstrauisch gegenüber und verhält sich bei der Anwesenheit auch alles andere als freundlich. Bei Frauen ist das natürlich ganz anders; da drückt er sich, so stark er kann, an die Käfigwand, um möglichst ausgiebig gekrault zu werden (komischerweise sind aber alle au</span><span>ßer mir dagegen, dass er dabei masturbiert. Ich glaube, dass auch Affen ein Recht auf ein gesundes Sexualleben haben&#8230;)<br />
</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;"><span>Die Weißbüscheläffchen dürfen auch aus den Käfigen heraus und (wortwörtlich zu verstehen) auf den Menschen herumspringen. Im Nachhinein bin ich sehr froh, eine Tollwutimpfung gemacht zu haben, denn Loira liebt es, mir ins Ohr zu beißen&#8230; auch die Kleinen lernen schon recht fr</span><span>ü</span><span>h, ihre Z</span><span>ä</span><span>hne zu gebrauchen!</span></p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/b0lacha.wordpress.com/32/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/b0lacha.wordpress.com/32/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/b0lacha.wordpress.com/32/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/b0lacha.wordpress.com/32/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/b0lacha.wordpress.com/32/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/b0lacha.wordpress.com/32/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/b0lacha.wordpress.com/32/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/b0lacha.wordpress.com/32/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/b0lacha.wordpress.com/32/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/b0lacha.wordpress.com/32/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/b0lacha.wordpress.com/32/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/b0lacha.wordpress.com/32/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/b0lacha.wordpress.com/32/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/b0lacha.wordpress.com/32/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/b0lacha.wordpress.com/32/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/b0lacha.wordpress.com/32/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=b0lacha.wordpress.com&amp;blog=2530252&amp;post=32&amp;subd=b0lacha&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Umzug und die erste Zeit&#8230;</title>
		<link>http://b0lacha.wordpress.com/2008/05/20/umzug-und-die-erste-zeit/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 May 2008 16:43:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>b0lacha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brazil]]></category>
		<category><![CDATA[General]]></category>
		<category><![CDATA[Sampa]]></category>

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		<description><![CDATA[Um diejenigen zu beruhigen, die weiter über die Schimmelfleckattacke nachgedacht haben: Ich bin dann tatsächlich nach nur zwei Tagen umgezogen und wohne jetzt in einem eigenen Zimmer in der Wohnung von Senhora Margarida. Die Senhora ist, wie es sich für ein solches Untermietverhältnis gehört, ziemlich alt. Probleme gibt es eigentlich kaum, da ich meistens schon [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=b0lacha.wordpress.com&amp;blog=2530252&amp;post=34&amp;subd=b0lacha&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;"><span>Um diejenigen zu beruhigen, die weiter über die Schimmelfleckattacke nachgedacht haben: Ich bin dann tatsächlich nach nur zwei Tagen umgezogen und wohne jetzt in einem eigenen Zimmer in der Wohnung von Senhora Margarida. Die Senhora ist, wie es sich für ein solches Untermietverhältnis gehört, ziemlich alt. Probleme gibt es eigentlich kaum, da ich meistens schon vor acht Uhr aus dem Haus gehe und nur kurz vor dem Training zum Umziehen kurz heimkomme und dann wieder bis nach 23 Uhr außer Haus bin. Natürlich gibt es die eine oder andere Meinungsverschiedenheit; beispielsweise kann sie nicht glauben, dass ich (meistens) portugiesische Worte verstehen kann (“Ich spreche von der Umweltverschmutzung&#8230; ach, du weißt sicher nicht, was das ist&#8230; Umweltverschmutzung&#8230;”). Auch der Umgang mit Menschen, die Kopfhörer zum Musikhören benutzen, scheint ihr nicht ganz so vertraut zu sein. Sie spricht nämlich zuerst leise und brüllt mir dann jedes einzelne Wort entgegen, sobald ich Kopfhörer abgenommen habe, um besser verstehen zu können&#8230; Die erste größere Reiberei war eigentlich vorprogrammiert, als sie mir die verhängnisvollste aller Fragen stellte (und das am ersten Abend): “Bist du Katholikin?” Auf die Verneinung folgte die logische Fortsetzung: “Protestantin?” Irgendwie habe ich mich dann herausgeredet und sie hat das Thema Religion nie wieder angeschnitten (nicht, dass es nicht so oder so omnipräsent wäre; überall hängen entsprechende Bildchen und Schilder, wie etwa: “Der Herr ist mein Hirte, mir wird es an nichts fehlen.”). Meine Kleidung wird selbstverständlich auch immer begutachtet, bevor ich das Haus verlasse (“Deine Kordel guckt wieder unter dem Jackensaum hervor. So geht das nicht!” Dann beginnt das Herumzupfen an den Klamotten). Wie viele alte Leute ist ihr natürlich die Gesundheit wichtig und alles, was <em>saudável</em> (gesund) ist, ist erstrebenswert. Soja in allen Formen. Ungesüßter Kuchen. Früchte mit wenig Zucker. Bohnen. Seltsames Gemüse. Und natürlich: Badeschlappen. Weil ich aber gern meine schwarzen Capoeirista-Füße täglich wieder etwas ihrem normal-rosafarbenen Zustand annähern will, beschränke ich mich darauf, die Schlappen, die sie mir großzügigerweise überlassen hat, beim Duschen neben mich auf den Boden zu stellen, damit sie hinterher wenigstens nass genug sind. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;"><span>Im Übrigen darf ich anmerken, dass es ziemlich schwierig ist, diesen rosafarbenen Naturzustand herbeizuführen. Der Trainingsort liegt nämlich dankbarerweise an einer mehrspurigen Hauptstraße, so dass sich sämtliche Partikel, die so ein Auto auszustoßen vermag, sich auf dem Boden niederlassen. Der Bau hat zwar eine Decke, ist aber an den Seiten offen und sehr abgaszugänglich. In diesem Falle muss man also gar nicht erst die Uniform auf Schweiß absuchen, um zu wissen, wie gründlich jemand trainiert hat; es reicht, von weitem festzustellen, wie schwarz der Capoeirista ist. Und diese Schwärze legt sich gemeinhin vor allem auf die Fußsohlen, die Handflächen und einen schmalen Streifen am Kopf. Ich vermute, dass die anderen Capoeiristas sich schon so weit entwickelt haben, dass sie abends einfach eine etwa 1mm messende schwarze Hautschicht abziehen können. In meinem Fall überlege ich, eine Wurzelbürste anzuschaffen. Oder Salzsäure&#8230;</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;"><span>Nun aber erst einmal zurück zu meinem ersten Wochenende. Nachdem ich meiner Verzweiflung über meinen ersten Wohnort durchaus Ausdruck verliehen hatte, habe ich das Wochenende zusammen mit den Leuten aus dem Labor verbracht, die mir ein wenig von der Stadt gezeigt haben.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;text-align:center;"><a href="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/homens-pequenos.jpg"><img class="size-medium wp-image-36" src="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/homens-pequenos.jpg?w=224&#038;h=300" alt="" width="224" height="300" /></a></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;"><span>Zuerst haben wir uns den Mercado Municipal angesehen; hier gibt es Früchte, Nüsse und andere Lebensmittel zu kaufen. Bis vor einiger Zeit durfte man auch wirklich alles probieren; weil aber die Touristen diesen Umstand weidlich ausgenutzt haben (ohne hinterher irgendetwas zu kaufen), ist das Probieren rarer geworden.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;text-align:center;"><a href="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/frutas-no-mercado-municipal-12.jpg"><img class="size-medium wp-image-37" src="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/frutas-no-mercado-municipal-12.jpg?w=300&#038;h=224" alt="" width="300" height="224" /></a></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;text-align:left;"><span>Im Mercado Municipal kann man auch typische Gerichte der Stadt essen. Da wäre zum einen das <em>sanduíche de mortadela</em>, ein Brötchen mit etwa 5 cm starker Mortadela-Füllung, das ich aus ebendiesem Grund schon ausgeschlossen habe. Zum anderen gibt es noch <em>pasteis</em>, gefüllte und frittierte Teigtaschen. Die berühmteste Sorte ist hier<em> pastel de bacalhau</em>.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;text-align:center;"><img src="http://parahoje.files.wordpress.com/2007/12/pastel1.jpg?w=497" alt="pastel de bacalhau" /></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;"><span>Zum Pastel bekommt man noch Olivenöl gereicht, für den Fall, dass es noch nicht fetttriefend genug ist (das heißt dann “zu trocken”). Und von diesem Öl wurde auch kräftig Gebrauch gemacht; etwas Ähnliches findet man dann auch bei den vielen Süßigkeitenständen, da kann man dann arabische honiggetränkte Backwaren zu sich nehmen (in etwa wie Baklava) und bekommt dazu noch Honig zum Süßen. Übrigens ist generell mein Eindruck, dass das brasilianische Essen oft ein “zu viel” beinhaltet: Das Süße ist zu süß, das Fettige zu fettig, das Salzige zu salzig und beim Rodízio ist das Essen einfach zu viel.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;"><span>Jedenfalls habe ich mit diesem <em>pastel de bacalhau</em> nur schlechte Erfahrungen gemacht. Da das menschliche Hirn ja hervorragende Leistungen im Bereich des assoziativen Lernens vollbringt, erweckt allein der Anblick von <em>pasteis </em>einen kurzen Eindruck der Magenschmerzen, mit denen ich noch drei Tage nach der Mahlzeit herumgelaufen bin. So viel also zur typischen Küche São Paulos. Zu Sushi und Pizza komme ich später noch.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;"><span>Nach dem Besuch beim Mercado Municipal konnte ich die Glocke des Friedens (<em>sino da paz</em>) läuten; dabei soll man dann an etwas Gutes denken- oder eben an den Frieden. Solche Friedensglocken stehen in mehreren St</span><span>ädten und l</span><span>äuten alle im selben Ton (C), der den Frieden symbolisiert (vielleicht kennt ja jemand den Grund und kann mir etwas dazu erkl</span><span>ären</span><span>?)<br />
</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;text-align:center;"><a href="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/sino-da-paz-2.jpg"><img class="size-medium wp-image-38" src="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/sino-da-paz-2.jpg?w=300&#038;h=224" alt="" width="300" height="224" /></a></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;"><span>Später haben wir uns noch die Catedral Metropolitana de São Paulo &#8211; oder kürzer: Catedral da Sé &#8211; angesehen, eine wirklich wunderschöne Kirche an der gleichnamigen Metrostation.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;text-align:center;"><a href="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/ingreja-com-palmeiros-1.jpg"><img class="size-medium wp-image-39" src="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/ingreja-com-palmeiros-1.jpg?w=224&#038;h=300" alt="" width="224" height="300" /></a></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right:36pt;"><span>Und es ist mir tatsächlich gelungen, eine einfache Karte von São Paulo zu erwerben, die weder Telephonbuchformat aufweist, noch nur das Zentrum abbildet. Sie hat sogar auf der Rückseite alle Straßennamen verzeichnet; das einzige Manko ist, dass die Karte wasserdicht ist und ich deswegen die Trainingsorte mit OHP-Stift ankreuzen muss&#8230;</span></p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/b0lacha.wordpress.com/34/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/b0lacha.wordpress.com/34/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/b0lacha.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/b0lacha.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/b0lacha.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/b0lacha.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/b0lacha.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/b0lacha.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/b0lacha.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/b0lacha.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/b0lacha.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/b0lacha.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/b0lacha.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/b0lacha.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/b0lacha.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/b0lacha.wordpress.com/34/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=b0lacha.wordpress.com&amp;blog=2530252&amp;post=34&amp;subd=b0lacha&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Ankunft in São Paulo</title>
		<link>http://b0lacha.wordpress.com/2008/05/14/ankunft-in-sao-paulo/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 May 2008 17:54:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>b0lacha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brazil]]></category>
		<category><![CDATA[General]]></category>
		<category><![CDATA[Sampa]]></category>
		<category><![CDATA[Work]]></category>

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		<description><![CDATA[An meinem zweiten Tag in São Paulo sitze ich hier in der República und überlege, wie ich möglichst schnell hier wegkomme. Eine República ist ein Haus, das mehrere Studenten sich teilen; geteilt wird dabei wirklich nur das Haus, das Bad, die Küche und Wasser. Alles andere muss man selbst mitbringen oder kaufen. Unter anderem auch [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=b0lacha.wordpress.com&amp;blog=2530252&amp;post=30&amp;subd=b0lacha&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><span>An meinem zweiten Tag in São Paulo sitze ich hier in der República und überlege, wie ich möglichst schnell hier wegkomme. Eine República ist ein Haus, das mehrere Studenten sich teilen; geteilt wird dabei wirklich nur das Haus, das Bad, die Küche und Wasser. Alles andere muss man selbst mitbringen oder kaufen. Unter anderem auch Bettwäsche. Praktische Sache, ist ja auch das erste, was man als ausländischer Student einpackt, um sechs Monate unterwegs zu sein. Die República wird nur von Frauen bewohnt, aber da Theorie und Praxis ja gwöhnlich weit auseinanderklaffen, laufen Männer hier auch (frei) herum. Ich vermute, dass es sich um diverse Freunde der Mädchen hier handelt (das, oder die Crossdresser-Quote der Brasilianer ist noch höher, als ich gedacht hätte). Was mir aber noch mehr Sorgen macht, sind natürlich die nichtvorhandenen Tische zum Arbeiten. Spaß beiseite: Auch ohne Tisch kann es ja durchaus gemütlich sein. Aber mir gefällt mein Durchgangszimmer mit den zwei Fenstern zum nach außdem offenen Flur nicht sonderlich. Es ist noch nicht Winter und ich schlafe hier mit Pulli, geliehener Decke und allen Handtüchern, die ich habe. Aber klar, Durchgangszimmer mit nichtschließenden Fenstern, wenn die Türen nach draußen immer offen sind&#8230; sobald man sich nachts umdreht, zerrt man den entsprechenden Muskel; immerhin ist die menschliche Physiologie nicht dafür gedacht, sich ungeschützt bei arktischen Temperaturen zu bewegen. Außerdem halte ich den drei mal zwei Meter durchmessenden Schimmelfleck an der Decke durchaus für bedrohlich, und sein kleiner Bruder, der hinter dem Schrank verschwindet, spricht auch nicht gerade für gesunde vier Monate. Eine Beschreibung des Bades lasse ich für zartere Gemüter mal außen vor. Und warum träume ich von lebenden Schimmelflecken, die kollektive Intelligenz nutzend, sich nachts auf mich stürzen? Es gibt nicht mal Insekten hier, dabei sind die doch sonst so furchtbar widerstandsfähig. Ich überlege, ein paar Schaben draußen aufzusammeln, um zu sehen, ob die hier im Bad überleben. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Um es kurz zu sagen: Ich will hier raus! So hoch sind meine Luxusansprüche doch gar nicht. Ich hätte gern etwas ohne Schimmel, ohne (ziehende) Fenster, das leidlich warm ist, wenn man die Tür zumacht. Man hat mir ja gesagt, dass ich mit meinen Problemen zum patrão (Chef) gehen soll, aber ich weiß auch nicht, was der machen soll. Die Fenster zumauern und dem Schimmel mit einer Chlorspritze zu Leibe rücken? Und auf eine promoção (Vergünstigung) verzichte ich dankend.</span></p>
<p class="MsoNormal">Das Labor habe ich auch schon angesehen; es ist v<span>ö</span>llig zugem<span>ü</span>llt, weil die Arbeitsgruppe n<span>ä</span>chsten Monat in ein anderes Geb<span>ä</span>ude umzieht, das man nur als futuristisch beschreiben kann. Ehrlich gesagt, es sieht aus wie aus einem Kinder-Alien-Film, knubbelig, verspiegelt und orange-wei<span>ß</span>. Ja, ich liebe es! Und kann den Umzug kaum abwarten. Im Labor gibt es n<span>ä</span>mlich auch keine freien Tische&#8230;</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/trabalho-3.jpg"><img class="size-medium wp-image-31" src="http://b0lacha.files.wordpress.com/2008/05/trabalho-3.jpg?w=224&#038;h=300" alt="" width="224" height="300" /></a></p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/b0lacha.wordpress.com/30/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/b0lacha.wordpress.com/30/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/b0lacha.wordpress.com/30/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/b0lacha.wordpress.com/30/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/b0lacha.wordpress.com/30/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/b0lacha.wordpress.com/30/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/b0lacha.wordpress.com/30/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/b0lacha.wordpress.com/30/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/b0lacha.wordpress.com/30/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/b0lacha.wordpress.com/30/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/b0lacha.wordpress.com/30/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/b0lacha.wordpress.com/30/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/b0lacha.wordpress.com/30/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/b0lacha.wordpress.com/30/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/b0lacha.wordpress.com/30/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/b0lacha.wordpress.com/30/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=b0lacha.wordpress.com&amp;blog=2530252&amp;post=30&amp;subd=b0lacha&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Kulturschocks?</title>
		<link>http://b0lacha.wordpress.com/2008/05/11/kulturschocks/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 May 2008 21:23:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>b0lacha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Und zum Schluss der Salvador-Serie noch ein paar Anmerkungen zu kulturellen (Schock-)Erlebnissen. Diese spielten sich allerdings weniger auf meiner Seite ab&#8230; Es ist ja schon schwer genug zu begreifen, dass ich keinen Tee im Zucker&#8230; äh&#8230; Zucker im Tee brauche (will). Aber ein völlig anderes Verständnis von “süß” zu haben&#8230; Um den unbedarften Lesern dieser [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=b0lacha.wordpress.com&amp;blog=2530252&amp;post=29&amp;subd=b0lacha&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><span>Und zum Schluss der Salvador-Serie noch ein paar Anmerkungen zu kulturellen (Schock-)Erlebnissen. Diese spielten sich allerdings weniger auf meiner Seite ab&#8230; Es ist ja schon schwer genug zu begreifen, dass ich keinen Tee im Zucker&#8230; äh&#8230; Zucker im Tee brauche (will). Aber ein völlig anderes Verständnis von “süß” zu haben&#8230; Um den unbedarften Lesern dieser Einträge begreiflich zu machen, was denn nun “brasilianisch süß” eigentlich bedeutet, sei folgendes Beispiel angeführt: Der Geburtstagskuchen, den meine Gastschwester in Salvador für eine Freundin gemacht hat. Wir haben den Geburtstag also mit Kuchen und Cola gefeiert. Wenn man ein Stück Kuchen gegegessen und danach Cola getrunken hat, hatte die Cole nur den folgenden Geschmack: bitter. DAS ist brasilianisch süß. Und sie werfen Zucker wirklich überall hinein (Joghurt, Müsli, Brot, Fruchtsaft&#8230;). Zudem kann man ja alles noch süßer machen: ich spreche von <em>Doce de leite</em>, <em>Doce de </em><em>fruta </em>(Banana, Goiaba). Vermutlich involviert der Herstellungsprozess, dass man das entsprechende Obst so weit wie möglich entwässert, dann karamelisiert, püriert, weiter entwässert, mehr Zucker reinwirft und den Vorgang fünfmal wiederholt. Des weiteren erstaunt mich, wie viel von dem Zeug die Brasilianer in einem Rutsch essen können. Während ich noch dabei bin, mich von den epileptischen Konvulsionen zu erholen, die eine Messerspitze <em>Doce de banana</em> bei mir auslöst, sind weitere 200 g verschwunden. Das einzige, was in diesem Zusammenhang noch erstaunlicher ist, ist, dass die Mädchen hier trotzdem nicht zunehmen. Vielleicht, weil sie fast nur solches Zeug essen und das so abführend wirkt, dass sie nichts ansetzen können? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:center;"><img src="http://www.franchisebusiness.com.au/dirplus/images/companylogos/116871_l.jpg" alt="churro" /></p>
<p class="MsoNormal"><span>Naja, noch beliebter habe ich mich gemacht, als wir über Religion gesprochen haben. Ich gebe ja zu, es war meine Schuld, immerhin wollte ich unbedingt erklären, worum’s im “Faust” geht, und bin dabei auf die Gretchenfrage gekommen. Das Wort des Tages war definitiv ateu (Atheist, ungläubig) und ich habe es nicht einmal geschafft, Dawkins würdig zu vertreten, weil ich in der Tat keinen Streit vom Zaun brechen oder jemanden verletzen wollte. Eigentlich haben sie es aber mit Fassung getragen. Was mich noch mehr verwundert hat, war nur, dass deren Eltern auch Atheisten sind. Woher haben dann nur die Kinder die Religion? </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Nun kommen wir aber endlich mal zur Sprache. Der Unterricht an der Schule war sehr gut, in meinen Augen oft ein bisschen schwer (nein, ich kenne die Vokabeln in der Alltagssprache von Porto Alegre nicht&#8230;), aber ich hoffe, dass es etwas gebracht hat. Viel zusätzlich gelernt habe ich nicht, was auch an dem ersten Trauma liegt, das Brasilien mit verpasst hat, auch wenn ich davon ausgehe, dass es reiner Zufall ist: An keinem Ort, an dem ich bisher übernachtet habe, gab/gibt es Tische und Stühle. Die Leute behaupten, dass sie auch so lernen können, aber mir persönlich gelingt es nicht, stundenlang in Hockhaltung an die Wand gestützt zu sitzen und zu schreiben. Ich glaube, das ist der wahre Grund, warum es mit der Bildung hier so prekär aussieht: Der eklatante Tischmangel! Save a Brazilian school child, send a table! </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Dafür habe ich mich dann eben viel unterhalten und sogar den Sprachtest beim Telephonanbieter gestern bestanden (“Sag mal 33! Hey, du kannst ein brasilianisches R!!”). Natürlich habe ich noch viele Feinde in der portugiesischen Sprache, wie zum Beispiel den Subjunktiv und die Unterscheidung der Vergangenheitszeiten. Zudem würde es sicher jeden Psychologen freuen, dass ich viel lieber die 3. Person des Verbes zusammen mit den Personalpronomen der 1.Person benutze als die korrekte Form (“Ja, und sie spricht immer in der 3. Person von sich&#8230; ich gehe von großen Identifikationsproblemen aufgrund des Kulturschocks aus&#8230;”). Aber das sieht sicher in ein paar Monaten anders aus. Und wenn ich einen Tisch habe (ach, der Luxus&#8230;!) werde ich auch mal anfangen, Vokabeln herauszuschreiben, die ich lernen kann.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Im Unterricht haben wir auch Filme und Serien angesehen, zum Beispiel “Central do Brasil”, einen Film, den ich sehr empfehlen kann (auf der Berlinale 1998 wurde er mit dem Goldenen B</span><span>ä</span><span>ren ausgezeichnet) und die Serie “Cidade dos homens”, die eine Begleitserie zum Film “Cidade de Deus” darstellt. Allerdings gibt es dazu keine Untertitel und ich persönlich finde den Slang extrem schwer zu verstehen (auch der Lehrer musste sich die Serie mehrfach ansehen, bevor er wirklich alles verstanden hat). </span></p>
<p style="text-align:center;"><img src="http://img.quebarato.com.br/photos/big/A/E/C67AE_4.jpg" alt="central do brasil" /></p>
<p class="MsoNormal"><span>Es gab zudem in unserem Lehrbuch auch den Hinweis auf die Episode der Simpsons, in der die Familie nach Rio de Janeiro fliegt (“Blame it on Lisa”), in der natürlich Brasilien auf die Schippe genommen wird. Das Echo im Land war gewaltig, vor allem, weil sich Rio in Bezug auf den Tourismus sehr geschädigt sah. Nat</span><span>ü</span><span>rlich hat sich der Produzent entschuldigt&#8230; und im selben Atemzug beteuert, Homer k</span><span>ö</span><span>nne ja den (damaligen) brasilianischen Prsidenten zum Kampf in <em>Celebrity Boxing</em> einladen. Man bemüht sich in Brasilien, gerade in Hinblick auf den Tourismus, um ein anderes Bild des Landes. Das beinhaltet auch eine Veränderung der Bildes der brasilianischen Frau, das die Welt gemeinhin hat; deswegen dürfen unter anderem keine Fotos von hübsch drapierten Hinterteilen als Postkarten verlauft werden.</span></p>
<p>&#8220;Blame it on Lisa&#8221;- Zusammenschnitt (port):</p>
<p><span style="font-size:12pt;color:#000000;font-family:Helvetica;"><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://b0lacha.wordpress.com/2008/05/11/kulturschocks/"><img src="http://img.youtube.com/vi/d8C0LkVrjhA/2.jpg" alt="" /></a></span><br />
</span></p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/b0lacha.wordpress.com/29/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/b0lacha.wordpress.com/29/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/b0lacha.wordpress.com/29/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/b0lacha.wordpress.com/29/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/b0lacha.wordpress.com/29/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/b0lacha.wordpress.com/29/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/b0lacha.wordpress.com/29/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/b0lacha.wordpress.com/29/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/b0lacha.wordpress.com/29/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/b0lacha.wordpress.com/29/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/b0lacha.wordpress.com/29/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/b0lacha.wordpress.com/29/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/b0lacha.wordpress.com/29/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/b0lacha.wordpress.com/29/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/b0lacha.wordpress.com/29/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/b0lacha.wordpress.com/29/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=b0lacha.wordpress.com&amp;blog=2530252&amp;post=29&amp;subd=b0lacha&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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